Fenster Spandau

Fenster Spandau: vom Altstadthaus bis zur Großsiedlung

Ein Bezirk, sehr verschiedene Häuser

Wer im Westen Berlins neue Fenster plant, schaut am besten zuerst auf das eigene Haus. In der Altstadt rund um die St.-Nikolai-Kirche stehen Wohnhäuser, die als Ensemble unter Denkmalschutz stehen. In Siemensstadt liegt mit der Ringsiedlung ein Teil des UNESCO-Welterbes. Das Falkenhagener Feld ist als städtische Großsiedlung entstanden, und Kladow beschreibt das Bezirksamt selbst als Dorf in der Millionenstadt. Je nach Adresse entscheiden Sie deshalb allein, mit einer Eigentümergemeinschaft oder erst nach einer Genehmigung der Denkmalbehörde.

Mathea Fenster ist als Fensterbauer im gesamten Berliner Stadtgebiet im Einsatz, Spandau eingeschlossen. Wir beraten, messen auf, liefern Kunststofffenster, Holzfenster und Aluminiumfenster nach Maß und bauen sie mit dem eigenen Team ein.

Altstadt, Kolk und Wilhelmstadt: Altbau im Ensemble

Warum zuerst die Hausnummer geprüft wird

Die Berliner Denkmalliste führt für Spandau eine ganze Reihe sogenannter Ensembles. In der Altstadt gehören dazu Häuser an der Breiten Straße, am Reformationsplatz und in der Jüdenstraße, am Kolk die Häuser am Möllentordamm und am Behnitz. Auch die Kolonistensiedlung Tiefwerder an der Dorfstraße und Mietshäuser an der Adamstraße in der Wilhelmstadt stehen dort. Wichtig ist ein Detail, das viele Eigentümer überrascht: Zum Ensemble zählen auch Gebäude, die selbst kein Einzeldenkmal sind. Sie sind als weitere Bestandteile aufgeführt, und Veränderungen an ihrer Fassade brauchen ebenso eine Genehmigung.

Für Fenster bedeutet das meist Vorgaben zu Teilung, Profilansicht und Farbe. Wo die alten Holzfenster noch fest sind, lohnt sich manchmal die Instandsetzung mehr als der Tausch. Was wir an Holz- und Kastenfenstern reparieren, steht auf der Seite Fensterreparatur Berlin.

Altes Holzfenster mit Kondenswasser an der Scheibe

Siemensstadt, Haselhorst, Gartenstadt Staaken: Siedlungen unter Schutz

Hier ist das Fenster Teil der Architektur

Mehrere Spandauer Siedlungen sind in der Denkmalliste als Gesamtanlage geschützt. Die Großsiedlung Siemensstadt, auch Ringsiedlung genannt, entstand ab 1929 nach Entwürfen von Otto Bartning, Walter Gropius, Hugo Häring, Hans Scharoun und anderen. Seit 2008 gehört sie zum UNESCO-Welterbe „Siedlungen der Berliner Moderne“. Dazu kommen die Siedlung Siemensstadt am Rohrdamm von Hans Hertlein, die Reichsforschungssiedlung Haselhorst aus den Jahren 1930 bis 1935, die Gartenstadt Staaken am Heideberg, deren erster Bauabschnitt 1914 bis 1917 nach Plänen von Paul Schmitthenner gebaut wurde und die Siedlung an der Falkenseer Chaussee von Hans Scharoun.

In solchen Siedlungen lebt die Gestaltung von der Wiederholung, ein abweichendes Fenster fällt sofort auf. Das Landesdenkmalamt beschreibt für die Welterbe-Siedlungen, dass Energie bei Sanierungen unter anderem mit optimierten Kastenfenstern eingespart wurde, in enger Abstimmung mit der Denkmalpflege. Steht Ihr Haus in einer dieser Anlagen, klären wir vor dem Angebot, welche Arbeiten erlaubt sind, und planen Profil, Teilung und Farbe danach.

Denkmalrechtliche Genehmigung vor dem Fenstertausch

Die Reihenfolge, die später Ärger erspart

Ob ein Haus geschützt ist, lässt sich vorab selbst prüfen: Das Landesdenkmalamt stellt Denkmalliste, Denkmalkarte und Denkmaldatenbank online bereit. Ist die Adresse dort verzeichnet oder liegt sie in der unmittelbaren Umgebung eines Denkmals, braucht der Austausch der Fenster eine denkmalrechtliche Genehmigung nach § 11 Absatz 1 des Berliner Denkmalschutzgesetzes. Laut Service-Portal des Landes gilt das ausdrücklich auch für Reparaturen und Erneuerungen.

Zuständig ist die Untere Denkmalschutzbehörde des Bezirks, für diesen Bezirk das Stadtentwicklungsamt Spandau in der Carl-Schurz-Straße 2/6. Das Land empfiehlt, sich vorher dort beraten zu lassen. Der Antrag läuft online und ist laut Service-Portal gebührenfrei. Verlangt werden unter anderem eine Beschreibung der Maßnahme, aussagekräftige Fotos und eine zeichnerische Darstellung wie Ansicht oder Grundriss. Ein Angebot, in dem Material, Profil, Teilung und Farbe der neuen Fenster stehen, hilft bei dieser Beschreibung. Mit den Arbeiten beginnen dürfen Sie erst, wenn die Genehmigung vorliegt. Wer vorher tauscht, begeht eine Ordnungswidrigkeit.

Falkenhagener Feld, Neu-Staaken, Wasserstadt: viele Fenster, eine Entscheidung

Großsiedlungen und Mehrfamilienhäuser

Im östlichen Staaken und in Neu-Staaken entstanden nach Angaben des Bezirksamts von Ende der 1950er bis in die 1970er Jahre Großsiedlungen, dazu kommen das Falkenhagener Feld und am Westufer der Havel die Wasserstadt Oberhavel mit 12.000 neuen Wohnungen. Hier läuft der Tausch über Eigentümer, Hausverwaltung oder Eigentümergemeinschaft, Mieter melden einen Mangel zuerst dort.

Für Verwaltungen und Eigentümergemeinschaften erstellen wir Sammelangebote je Aufgang, mit einer Terminplanung, die sich den Mietern rechtzeitig mitteilen lässt. In bewohnten Wohnungen arbeiten wir raumweise, und keine Fensteröffnung bleibt über Nacht offen. Wie wir solche Projekte vom ersten Gespräch bis zur Nachjustierung abwickeln, beschreibt die Seite Komplettlösung Fenster Berlin.

Kladow, Gatow und Staaken: Fenster im eigenen Haus

Mehr Spielraum bei Material und Größe

Im Süden des Bezirks wohnt man anders. Gatow nennt das Bezirksamt ein Dorf in der Großstadt, in Kladow stehen neben dem alten Dorfkern Siedlungen wie die Finnenhaussiedlung von 1959 und 1960 und die neuere Landstadt Gatow. Im Norden und Süden von Staaken prägen Einfamilienhaussiedlungen das Bild. Wer hier ein eigenes Haus besitzt, entscheidet über Material, Farbe und Fenstergrößen meist selbst. Eine Ausnahme sind die alten Dorflagen: Der Dorfanger Alt-Kladow, Höfe in Alt-Gatow und das Dorf Alt-Staaken sind in der Denkmalliste als Ensembles verzeichnet.

Im Einfamilienhaus lohnt es sich, Fenster, Terrassentür und Haustür gemeinsam zu planen. Große Glasflächen zum Garten sind eine Stärke von Aluminium, Holz passt zum älteren Landhaus, Kunststoff ist die pflegeleichte und wirtschaftliche Wahl. Haustüren und Balkone bauen wir ebenfalls. Soll der Tausch über die Bundesförderung bezuschusst werden, muss der Antrag vor der Beauftragung gestellt sein. Mehr dazu im Ratgeber Förderung für neue Fenster.

Moderner Anbaubalkon aus verzinktem Stahl mit WPC-Belag an einem Einfamilienhaus in Berlin

Lärm an der Hauptstraße: Schallschutzfenster mit Landesförderung

Das Berliner Schallschutzfensterprogramm 2026/2027

Für Wohnhäuser an sehr lauten Straßen und oberirdischen BVG-Strecken fördert das Land Berlin den Einbau von Schallschutzfenstern. Das Programm gilt stadtweit. Maßgeblich ist, ob Ihre Fassade auf der Karte des Landes markiert ist, weil dort der Lärm 67 Dezibel am Tag oder 57 Dezibel in der Nacht überschreitet. Die Abfrage per Adresse finden Sie auf der Seite zum Schallschutzfensterprogramm.

Gefördert werden nach der aktuellen Richtlinie 400 Euro je Quadratmeter Einbaufläche für Schallschutzklasse 4 und 500 Euro für Klasse 5. Die schalltechnische Aufarbeitung berlintypischer Holzkastendoppelfenster bringt ebenfalls 500 Euro je Quadratmeter, ein schallgedämmter Lüfter 250 Euro je Schlaf- oder Kinderzimmer. Die Förderung ist auf höchstens 90 Prozent der anerkannten Kosten und 15.000 Euro je Wohnung begrenzt, ein Rechtsanspruch besteht nicht. Vor der Bewilligung darf die Maßnahme nicht begonnen sein, und als Beginn zählt schon ein Liefervertrag. Außerdem verlangt das Land Kostenvoranschläge von Fachfirmen und ein Prüfzeugnis für das gesamte Fenster. Bei Denkmalen muss zusätzlich der Antrag bei der Denkmalbehörde beiliegen. Welche Verglasung welchen Lärm abhält, steht im Ratgeber Schallschutzfenster.

Genehmigung, Förderung, Auftrag: die richtige Reihenfolge

Wenn mehrere Verfahren zusammenkommen

Denkmalschutz, Lärmförderung und Bundesförderung können am selben Haus zusammenkommen, etwa bei einem geschützten Altbau an einer lauten Straße. Damit kein Zuschuss verloren geht, empfehlen wir diese Reihenfolge:

  • • Aufmaß und Beratung vor Ort, danach ein Angebot mit einzeln ausgewiesenen Positionen für Ihre Anträge.
  • • Denkmalrechtliche Genehmigung beantragen, falls das Haus geschützt ist oder in der unmittelbaren Umgebung eines Denkmals steht.
  • • Förderanträge stellen. Beim Schallschutzfensterprogramm muss außerdem die Bewilligung vorliegen, bevor Sie einen Liefervertrag unterschreiben.
  • • Erst dann beauftragen. Die Fertigung dauert je nach Ausführung meist drei bis sechs Wochen, Denkmalprofile und Sonderfarben länger.
  • • Einbau, Abnahme und für die Bundesförderung die Fachunternehmererklärung, die wir nach dem Einbau ausstellen.

Den Montagetag beschreibt die Seite Fenstermontage Berlin. Die ausgebauten Altfenster nehmen wir mit, Einzelheiten dazu finden Sie unter Fenster-Demontage und Entsorgung.

Monteur trägt einen ausgebauten Fensterflügel aus dem Raum

Fenster für Ihr Haus in Spandau anfragen

Mit Adresse und ein paar Fotos geht es schneller

Schreiben Sie uns, in welchem Ortsteil Ihr Haus steht, wie viele Fenster betroffen sind und ob Sie schon wissen, dass das Gebäude unter Denkmalschutz steht. Fotos von Fassade und Fenster reichen für eine erste Einschätzung, ob Austausch oder Reparatur sinnvoll ist. Danach vereinbaren wir einen Termin zum Aufmaß bei Ihnen vor Ort. Liegt Ihr Haus jenseits der Stadtgrenze im Brandenburger Umland, sprechen Sie uns bitte an, dort prüfen wir jeden Auftrag einzeln. Den Termin vereinbaren Sie über unser Kontaktformular oder telefonisch.

Beratung anfragen030 26475266 anrufen

Häufige Fragen zu Fenstern in Spandau

Nur wenn das Haus ein Denkmal ist, zu einem Ensemble oder einer geschützten Siedlung gehört oder in der unmittelbaren Umgebung eines Denkmals steht. Ob das zutrifft, zeigt die Denkmalkarte des Landesdenkmalamts. Zuständig für die Genehmigung ist das Stadtentwicklungsamt Spandau als Untere Denkmalschutzbehörde. Diese Angabe ist allgemein und ersetzt keine Rechtsberatung.

Die Großsiedlung Siemensstadt ist als Gesamtanlage in der Denkmalliste eingetragen und gehört zum UNESCO-Welterbe. Jede Veränderung am Erscheinungsbild der Fenster braucht deshalb eine denkmalrechtliche Genehmigung, bei Miet- oder Eigentumswohnungen zusätzlich die Zustimmung von Vermieter oder Eigentümergemeinschaft.

Ja, das Programm gilt für ganz Berlin. Entscheidend ist, ob die Fassade Ihres Hauses auf der Förderkarte des Landes markiert ist. Ausgenommen sind Anrainer von Autobahnen und Schienenwegen, für die es Bundesprogramme gibt.

Oft ja, wenn das Holz an Flügel und Rahmen noch fest ist. Das Land fördert an lauten Straßen sogar die schalltechnische Aufarbeitung berlintypischer Holzkastendoppelfenster. Ob Ihr Fenster sich dafür eignet, sehen wir beim Termin vor Ort.

Ja. Wir sind im gesamten Berliner Stadtgebiet unterwegs, dazu gehören alle Ortsteile von Spandau. Für Adressen im Brandenburger Umland prüfen wir jeden Auftrag einzeln.

+49 30 - 26475266 info@mathea-fenster.berlin